Zukunftsrat U24

Der Zukunftrat U24 hat insgasamt 33 Handlungsempfelungen ausgearbeitet und davon 18 Handlungsempfehlungen mit der nötigen Mehrheit offiziell verabschiedet. Diese sind unten aufgelistet.

Ein Booklet mit allen 33 erarbeiteten Handlungsempfehlungen sowie weiteren Informationen zum Zukunftrat U24 kann HIER heruntergeladen werden.

Handlungsempfehlungen Gesellschaft & Kultur

1.2 Ăśbergang ins Erwachsenenalter

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Ziel: Auf die BedĂĽrfnisse von jungen Erwachsenen eingehen und bei Themen, mit denen sie zum ersten Mal konfrontiert werden, UnterstĂĽtzung anbieten (z.B. Steuern, Abstimmungen, Finanzen & Wohnen).

Inhalt der Empfehlung:

In der obligatorischen Schule:

  • Integration der Themen in bereits bestehende Unterrichtsfächer (z.B. Sozialkunde, Hauswirtschaft, Wirtschaft & Recht) und sich auf die Praxis dieser Themen fokussieren
  • Ăśber bereits bestehende Ressourcen informieren (durch Lehrpersonen oder externe Organisationen)

In den Gemeinden: Alle Gemeinden sollen eine Anlaufstelle anbieten, bei welcher sich junge Erwachsene über mögliche Angebote und Ressourcen informieren können. Diese Anlaufstelle muss nicht alles wissen, aber agiert nach dem Prinzip “Wissen wo Wissen ist”.

Auf Bundesebene:

  • Informationen in einem gut verständlichem Medium, zentralisiert, zur VerfĂĽgung stellen (analog zu Smartvote)
  • Anbieten einer Vermittlungsstelle, bei der junge Erwachsene mit Rentner:innen verbunden werden. Somit können Rentner:innen UnterstĂĽtzung und Gesellschaft erhalten und junge Erwachsene erhalten UnterstĂĽtzung durch eine Person mit viel Lebenserfahrung.

BegrĂĽndung:

  • Jedem die gleichen Chancen geben (Personen mit; Migrationshintergrund, schlechter/keiner Beziehung zu den Eltern, keinen externen Ressourcen)
  • Vorbereitet zu sein minimiert den psychischen Stress beim Erreichen des Erwachsenenalters.

Zielgruppe: Schulen, Gemeinden, Kantone, Bund, Pro Juventute

  • Präziser: Lehrer, Pädagogische Hochschulen, Kantonale Bildungsdirektionen, Sozialarbeiter in den Gemeinden: Amt fĂĽr Bevölkerung, Sozialamt

Handlungsempfehlungen Zentrale Regulierung & Vernetzung

2.1 Interkantonale Zusammenarbeit

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Ziel:

  • EinfĂĽhrung der effektivsten Massnahmen zur psychischen Gesundheit in der ganzen Schweiz.
  • Zusammenarbeit und Diskussion zwischen den Kantonen.
  • Harmonisierung der Massnahmen der Kantone, um ambitionierte Ziele im Bereich der psychischen Gesundheit zu erreichen.

Inhalt der Empfehlung:

  • Eine gemeinsame Liste von Mindeststandards auf Bundesebene soll festgelegt werden, die an jeden Kanton weitergeleitet wird. Mögliche Grundlagen fĂĽr Mindeststandards sind die UN SDGs (United Nation Sustainable Development Goals).
  • Die gemeinsame Liste wurde auf der Grundlage der Empfehlung 2.4 erstellt (Schaffung einer gesetzlichen Grundlage fĂĽr psychische Gesundheit auf Bundesebene).
  • Die Ergebnisse und die Entwicklung der Indikatoren in 2.3 sollen analysiert werden, mittels nationaler Umfrage und wissenschaftlicher Forschung zum Thema. Die Ergebnisse sollen an die Kantone weitergegeben werden.
  • Die Kantone identifizieren, in welchen Bereichen sie am meisten bewirken können, zum Beispiel bei der Senkung des Anteils an Menschen mit Depression um xx%. Die Kantone orientieren sich an den wirksamsten Massnahmen (= Pläne von Kantonen mit guten Indikatoren).
  • Umsetzung neuer Massnahmen durch die einzelnen Kantone (auf dem Mindeststandard aufbauend)

BegrĂĽndung: FĂĽr eine gesamtschweizerische Abdeckung, die regionalen BedĂĽrfnissen gerecht wird.

Zielgruppe: BAG, Gesundheitsförderung Schweiz, Kantone

2.2 Landesweite Datenerhebung psychische Gesundheit der Jugendlichen

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Ziel: Eine Bestandsaufnahme der Situation, um Handlungsbedarf zu identifizieren und die Situation zu ĂĽberwachen. Ausmasse, Handlungsbedarf, BedĂĽrfnisse und Ursachen identifizieren. Dabei an den Bericht zur Jugendgesundheit 2021 des OBSAN und dessen empfohlenen Massnahmen anknĂĽpfen.

Inhalt der Empfehlung:

  • Pseudonymisiertes Patientenregister fĂĽr psychische Krankheiten, welches vom medizinischen Personal erstellt wird.
  • Nationale Umfrage (anonym, regelmässig, obligatorisch) mit einer repräsentativen Stichprobe von allen Jugendlichen. Berichterstattung im BAG Gesundheitsbericht.
  • Festlegung spezifischer quantitativer Indikatoren fĂĽr psychische Gesundheit aufbauend auf der Vorarbeit von UNICEF, MoNAM, BAG (Minimal Set of Indicators).
  • Quantitative Forschung zu den Faktoren und Ursachen von Problemen der psychischen Gesundheit

BegrĂĽndung: Der Mangel an Daten (wie beschrieben im nationalen Gesundheitsbericht von OBSAN) verhindert angemessene und zielgerichtete Massnahmen.

Zielgruppe: BFS, OBSAN, BAG

2.3 Präventionsgesetz zur Vorbeugung psychischer Erkrankungen

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Ziel:

  • Besonderes Augenmerk auf psychische Erkrankungen beim Präventionsgesetz
  • Bessere Nutzung von Ressourcen (beispielsweise finanziell)
  • Erschaffung eines Präventionsgesetzes bezogen auf die psychischen Erkrankungen

Inhalt der Empfehlung: Ein Gesetz für die Prävention von psychischen Krankheiten, um die Bedeutung der psychischen Gesundheit auf Bundesebene anzusprechen und demnach Massnahmen im Sinne eines neuen Gesetzes einzuleiten.

Begründung: Das Präventionsgesetz wurde bereits für chronische Krankheiten vorgeschlagen, jedoch nicht angenommen. Daher sollte dieses Gesetz neu aufgenommen werden, sich jedoch auf die psychische Gesundheit konzentrieren. Das ist wichtig, weil sich die jährlichen Behandlungskosten psychischer Erkrankungen stetig erhöhen, während sich die Ressourcen und Mittel zur Behandlung stark minimieren. Es könnte auch ein Ansatz zur generellen Anbringung eines Präventionsgesetzes vieler anderer Erkrankungen sein, in langfristiger Sicht.

  • Heutzutage sollte auf die Prävention gesetzt werden, bevor die Behandlung in Betracht gezogen wird.
  • Keine gesetzliche Grundlage → verhindert die Harmonisierung und Implementierung von Präventions-, Sensibilisierungs- und Handlungsmassnahmen.

Zielgruppe: Parlament, Kantone

2.4 Regulierung und Aufklärung über Social Media

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Ziel:

  • Förderung von einem sicheren und altersgerechten Umgang mit Social Media
  • Schutz von Minderjährigen
  • Transparenz und Realität schaffen
  • Zentrale Regulierung und Aufklärung in der gesamten Schweiz
  • Sensibilisierung der BĂĽrger:innen (Eltern, Lehrer etc.) fĂĽr die mit der Nutzung von Smartphones verbundenen Gefahren (Suchtrisiken, kindliche Entwicklung, psychische Gesundheit) (Link zu Empfehlungen 6.1 und 6.2)

Inhalt der Empfehlung:

  • Gesetzliche Verankerung notwendig
  • Schweizweit organisierte Aufklärungskampagnen
  • Verifizierung durch eine KI der jeweiligen Apps, z.B. Gesichtserkennung und/oder Ausweiskontrolle zur ĂśberprĂĽfung von Alter und Identität
  • Apps sollten Kinder- und Jugendmodus haben, bei denen altersentsprechender Content angezeigt wird. Es soll die Möglichkeit geben, Interessen sowie No-Gos anzugeben, um Trigger zu vermeiden.
  • Bearbeitete Bilder sollen gekennzeichnet sein (Filtererkennung, z.B. wie in Frankreich)
  • Gefahrenwarnung zum Beispiel fĂĽr Produktplatzierungen oder Werbung
  • Verankerung der Tatsache, dass eine schlechte Verwaltung der Nutzung sozialer Netzwerke schädlich fĂĽr das Wohlergehen des Kindes (Kinderrechte) sein kann.

BegrĂĽndung:

  • Schutz vor unrealistischen Ideal Bildern.
  • Schutz vor Abschottung / Trigger / nicht altersentsprechendem Inhalt
  • Kein ausreichender Kontrollmechanismus ĂĽber Profilaktivitäten, z.B. Mobbing durch Anonymität des Profils
  • Es gibt traumatische Bilder, Suchtrisiken, Konzentrationsprobleme, Verhaltensprobleme

Zielgruppe: Bund, Kantone, Gemeinde, Firmen, KESB

Handlungsempfehlungen Zugänglichkeit & Angebote

3.1 Mental Health Website

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Ziel:

  • Die verschiedenen bestehenden Websites bekannt machen/fĂĽr sie werben (viele Angebote existieren, sind aber oft unbekannt.).
  • Die vielen Websites auf einer gemeinsamen Plattform zentralisieren, damit es einfacher ist, auf die verschiedenen Angebote zuzugreifen.
  • Zum Beispiel braucht es mehr Sichtbarkeit fĂĽr ciao.ch -> und die Ausweitung des Angebots auch auf Deutsch und Italienisch!

Inhalt der Empfehlung: Erste Schnittstelle "Psychische Gesundheit in der Schweiz": eine Website, die die Angebote zentralisiert und einen einfachen Zugang ermöglicht

Begründung: Verbesserte und erleichterte Zugänglichkeit

Zielgruppe: Verwaltung, Bund, Expert:innen

Handlungsempfehlungen Arbeit

4.1 Obligatorischer GAV und Stärkung Arbeitsrechte

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Ziel:

  • Arbeitsrecht, das die psychische Gesundheit fördert.
  • Bestimmte Teile des GAVs in das Arbeitsrecht integrieren.
  • Jede Berufsgruppe hat verpflichtend einen GAV.

Inhalt der Empfehlung: Eine berufsbezogene Ăśberarbeitung und Ausarbeitung der GAVs unter BerĂĽcksichtigung der folgenden Punkte:

  • Arbeitszeit reduzieren
  • VerfĂĽgbarkeit ausserhalb Arbeitszeit
  • Mindestlohn fĂĽr ein Leben in WĂĽrde
  • Häufigere Aktualisierung z.B. Teuerungsausgleich
  • Mehr Mitspracherechte fĂĽr Arbeitnehmende
  • GAV ĂĽbersichtlicher gestalten
  • Der Bund schreibt den GAV vor, aber gestaltet ihn nicht
  • 0-Toleranz fĂĽr Diskriminierung → Eigenverantwortung/Melden
  • FrĂĽhzeitige Bekanntgabe der Arbeitspläne
  • Lehre/Ausbildung so gestalten, dass ein sanfter Einstieg ins Arbeitsleben ermöglicht wird (z.B.: freie Wochenenden, 6-7 Wochen Urlaub)

BegrĂĽndung:

  • Konkrete Massnahmen, welche die psychische Gesundheit verbessern. (Verbesserung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz), langfristig wirkend Präventionsmassnahme
  • Existiert nicht fĂĽr alle Berufsgruppen
  • FĂĽr jede Berufsgruppe einen eigenen Gesamtarbeitsvertrag (GAV)

Zielgruppe: Gewerkschaften, Bund, Genossenschaft, Arbeitgeber, Parlament Arbeitgeberverband

4.2 SUVA-Richtlinien erweitern

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Ziel: Konkretisierung und Erweiterung der SUVA-Richtlinien im Bereich psychische Gesundheit. Diese sollen sicherstellen, dass die psychische Gesundheit geschützt und nicht gefährdet wird.

Inhalt der Empfehlung: Fachspezialist:innen der psychischen Gesundheit in die Erarbeitung der Richtlinien einbeziehen. Diese sollen den Vorschriften zur Unfallverhütung in Form und Umfang ähnlich sein. z.B. Pausengestaltung (Umgebung, damit sie erholsam ist), Sicherheitsbeauftragte (nach-)schulen

BegrĂĽndung: Agiert schweizweit, anerkannt in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Meldepflicht enthalten.

Zielgruppe: SUVA, Gewerkschaften, Fachpersonen psychische Gesundheit, FĂĽhrungspersonal, Unfallversicherungen, Krankenkassen

4.6 Massnahme zur Erkennung und Lösung von Problemen der psychischen Gesundheit in Unternehmen

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Ziel: FrĂĽhwarnzeichen von Problemsituationen erkennen, sensibilisieren und wissen, wie man handelt/reagiert (Mobbing, Burnout)

Inhalt der Empfehlung:

  • Einrichtung eines unabhängigen Drittorgans, z.B. einer Kommission, die bei Konflikten und problematischen Situationen vermittelt.
  • Schulungen zu Mobbing und Burnout
  • Förderung des individuellen und des Team-Wohlbefindens durch gegenseitige RĂĽcksichtnahme.
  • Schulung und Sensibilisierung von FĂĽhrungskräften (auch Lehrmeister:innen) fĂĽr die Sinnhaftigkeit einer Ă„nderung der Unternehmenskultur

BegrĂĽndung:

  • In der Praxis werden problematische Situationen nicht angemessen betreut und die Teams wissen nicht, wie sie sich um ihre Mitarbeitenden kĂĽmmern sollen (Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis).
  • Heutzutage wird die Entfaltung von Einzelpersonen und Teams nicht berĂĽcksichtigt in den Arbeitsnormen.

Zielgruppe: Unternehmen, öffentliche Verwaltungen, von Unternehmen beauftragte externe Organe, SECO/BGM (Betriebliches Gesundheitsmanagement)

Handlungsempfehlungen Schule & Bildung

5.1 Aktivitäten in der Schule zur Bewältigung von Alltagsstress

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Ziel:

  1. Soziale Beziehungen innerhalb der Schule stärken (physisch).
  2. Persönliche Interessenentwicklung.
  3. Interesse fĂĽr Vereine wecken.
  4. Zugang fĂĽr alle.

Inhalt der Empfehlung: Aktivitäten nach der Schule für die Interessen und Hobbys der Schüler:innen stärken. Arbeitsgemeinschaften, die thematisch von Lehrpersonen und Freiwilligen geleitet und kostenfrei sind, werden auf dem Schulareal angeboten. Zum Beispiel Theatergruppe, Chemie Gruppe oder Schachgruppe. Hier können motivierte Schüler:innen und Lehrer:innen auch eine Arbeitsgemeinschaft eröffnen. Einführung in der Primar- und Sekundarstufe. Diese Angebote
sollen aber keine Konkurrenz zu den bestehenden Vereinen darstellen, sondern LĂĽcken fĂĽllen. Bei weiterem Interesse an Vereinen sollen Schulen vermittelnd wirken.

Begründung: Prävention gegen Stress und Förderung des Ausgleichs zur Schule. Ein größeres soziales Netz hilft, entstehenden Alltagsstress abzufedern.

Zielgruppe:

  • Motivierte SchĂĽler:innen
  • Lehrkräfte
  • Freiwillige (Eltern und SchĂĽler:innen)
  • Vereine

5.2 Psychologische Standortbestimmung

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Ziel:
• Prävention in der Schule
• Selbstreflektion stärken

Inhalt der Empfehlung:
Einzelgespräche mit dem Opt-Out Prinzip (automatisch eingeschrieben, man kann sich bei Bedarf abmelden) mit einer Vertrauensperson (mit Schulung), 1x jedes Halbjahr, ab der 1. Klasse bis Sekundarstufe II (Gymnasium und Beufsschule) mit individueller Beratungszeit.

BegrĂĽndung:
Das Prinzip Opt-Out ist in diesem Fall wichtig. Denn Kinder trauen sich nicht immer selbst Hilfe zu suchen. Ausserdem kann es helfen, die Hemmschwelle zu senken und sich an eine geschulte Vertrauensperson zu wenden. Falls das Kind nicht reden möchte, muss es nicht. Um den Fachkräftemangel zu reduzieren, lieber geschulte Vertrauenspersonen einsetzen, welche gegebenenfalls die Kinder an Fachkräfte und Organisationen weiterleiten.

Zielgruppe:
• Kantone, Gemeinden
• Schulen

5.4 Offenheit und Dialogförderung

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Ziel: Förderung vom Umgang mit psychischen Problemen bei Schüler:innen.

Inhalt der Empfehlung:

  1. Einführung von Workshops für Lehrpersonen (2x Jährlich Weiterbildungen)
  2. Offenheit und Dialogförderung im Unterricht zwischen Schüler:innen und Schüler:innen-Lehrpersonen
  3. Reguläres Gespräch zwischen Sozialarbeitenden und Schüler:innen

BegrĂĽndung:

  1. Besseres Verständnis im Umgang mit psychischen Problemen durch die Lehrpersonen
  2. Enttabuisierung durch das gebildete Vertrauen
  3. FrĂĽherkennung und Ăśberwindung der Hemmschwelle bei SchĂĽler:innen

Zielgruppe:

  • Lehrpersonen/Fachkräfte
  • Schulverband

5.5 Landesweite Chancengleichheit bezüglich Zugang zu Sozialpädagog:innen

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Ziel: Jedem die Möglichkeit zu bieten, die Chancen auf eine sozialpädagogische und psychologische Betreuung zu bekommen.

Inhalt der Empfehlung:

  1. Der Kanton ist dazu verpflichtet, Gelder fĂĽr Fachpersonen zur VerfĂĽgung zu stellen
  2. Den Zugang zu Sozialpädagog:innen für ärmere Regionen erleichtern

Begründung: Weil alle Regionen nicht gleichen Zugang und Ressourcen zur Verfügung haben. Zugang zu psychologischer Unterstützung ist momentan nicht in allen Altersstufen gewährleistet.

Zielgruppe: Kantone

5.6 Schulfach: «Persönlichkeitsentwicklung & Psychologie»

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Ziel: Prävention und Entstigmatisierung von Problemen der psychischen Gesundheit schon im frühen Kindesalter. Schüler sollen lernen, sich selbst und ihren Mitschülern zu helfen. Wir wollen jungen Leuten die Werkzeuge an die Hand geben, ihr Leben aktiv gesund zu gestalten und dies regelmässig einzuüben.

Inhalt der Empfehlung: Regelmässiger Pflichtunterricht ab der Grundschule:

  • Altersgerechter Unterricht zur praktischen Stärkung der Persönlichkeit. Dabei sollen gesunde Möglichkeiten der LebensfĂĽhrung vorgezeigt und Ressourcen aufgebaut werden. Informationskurse, die von Experten (z. B. Psychologen) abgehalten werden.
  • Thema: Persönlichkeitsentwicklung (eigene Stärken und Schwächen kennen, Projekte umsetzen, Selbstwirksamkeit, Bewegung in den Alltag integrieren, ...)
  • Psychische Gesundheit (z.B. Stressbewältigung, psychische Krankheiten erklären zur Entstigmatisierung)
  • In den ersten Jahren sollte das Fach von ausgebildeten Lehrern unterrichtet werden. Danach sollen Psychologie Studenten (ab dem 3. Semester) diese Unterrichtsstunde ĂĽbernehmen
  • Integriert in den Stundenplan

BegrĂĽndung: Die erwiesene Existenz von Problemen der psychischen Gesundheit bei Jugendlichen zeigt, dass sie in ihrem Heranwachsen psychologisch nicht ausreichend ausgerĂĽstet sind.

Zielgruppe: EDK, PH's, Unis, (Psychologie Fakultäten)

5.8 Aufklärungskampagnen

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Ziel: Aktive Aufklärung von Jugendlichen & Kindern bezüglich psychischer Gesundheit

Inhalt der Empfehlung:

  • Jährliche trilinguale (quadrilinguale) Aufklärungskampagne fĂĽr die Schule, bzw. einer staatliche Aufklärungs-Webseite
  • Webseite von Bund & Experten aber auch Jugendlichen (mit bereits gelösten psychischen Problemen) erstellt
  • Schulungsvideos zu den jeweiligen Unterthemen und wissenschaftliche Beiträge
  • Psycholog:innen gehen in die Schule und leisten Aufklärungsarbeit wie z.B. Polizei
  • Mehr Präsenz im Internet vom Bund. Der Bund sollte sich mit innovativen Mitteln um mehr Aufklärung und damit auch Organisation im Bereich Gesundheit schaffen: z.B. Tik Tok, Instagram, Snapchat, BeReal
  • Internetseite vom Bund mit seriösen Informationen und evtl. auch konkreten Hilfsangeboten und Psychologen

Begründung: Damit eine Wissensgrundlage besteht, auf welcher die jeweiligen Jugendlichen und Kinder ihren Lebensstil anpassen können und auch verstehen, wie sie mit psychischen Problemen umgehen können.

Zielgruppe:

  • Schulen
  • national und kantonal

5.9 Lehrperson - Weiterbildungskurse

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Ziel:

  • Erkennung, UnterstĂĽtzung und angemessenes Handeln bei Kindern mit psychischen Problemen.
  • Prävention.
  • Menschliches Wirken/Sein/Handeln.

Inhalt der Empfehlung:

  • Obligatorisch
  • Regelmässig (1x jährlich)
  • Workshop & im Studium integriert & Wiederholungskurse
  • Kostenfrei
  • Freizeitaktivitäten, Sportvereine, Kirche

BegrĂĽndung:

  • Gute Begleitung & UnterstĂĽtzung von Kindern
  • Entlastung von Lehrpersonen (da sie nicht wissen, was sie tun können)
  • Entgegenwirken der Ăśberforderung

Zielgruppe: Bildungsstätte für Lehrpersonen, Schulleitung, PHs, EDK und evtl. SFBI

Handlungsempfehlungen Eltern & junge Erwachsene

6.1 Lehrveranstaltungen fĂĽr erstmalige Eltern

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Ziel: Die Erziehungsmethode der erstmaligen Eltern verbessern. Den erstmaligen Eltern die Verhaltensweisen mit Kindern erklären, die es zu vermeiden gilt. Die Eltern sollten das Kind besser verstehen, sodass die Eltern-Kind-Kommunikation gefördert wird.

Inhalt der Empfehlung: Bundesweite, kostenlose, gesetzlich vorgeschriebene Workshops für Erstmalige Eltern, um ihnen die psychische Gesundheit ihrer Kinder zu erklären und sie dafür zu sensibilisieren. Der Informationstag richtet sich nach einem bundesweiten Mini Guide Book/Arbeitsbuch (vgl. 6.2), welches allen Teilnehmern abgegeben wird. Dieses soll interaktiv und spielerisch gestaltet werden und leitet den Ablauf dieser Workshops. Dies stellt sicher, dass alle Durchführungen landesweit konsistent sind und die Workshops weniger Vorbereitungsaufwand mit sich bringen. Um Eltern mehr Flexibilität zu ermöglichen, könnte ein Teil des Workshops online durchgeführt werden. Der Anmeldeprozess kann durch verschiedene Kanäle ermöglicht werden. Wie zum Beispiel: Kinderärzt:innen, Briefe und online.

Begründung: Die ersten 1’000 Tage eines Lebens sind enorm wichtig für die psychische Gesundheit und für die gesamte Bildungsbiographie eines Menschen

Zielgruppe: Ärztevereinigungen, Hebammen, Mütter- und Väterberater:innen, Organisationen für psychische Gesundheit, GDK (Kanton), BAG (Bund).

6.2 Mini Guide Book / Arbeitsbuch

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Ziel: Jungen Eltern informieren über Ressourcen, die ihr eigenes und das psychische Gleichgewicht ihrer Kinder unterstützen. Sie bekommen Ratschläge für zusätzliche Hilfe bei Bedarf. Ein Arbeitsbuch für den Informationstag.

Inhalt der Empfehlung: Es wird ein kostenloses Arbeitsbuch in allen Landessprachen (+ Englisch) zur Verfügung gestellt. Dieses Arbeitsbuch wird für die Informationstage (vgl. 6.1) gebraucht und behandelt pädagogische Themen wie auch Themen zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Das Arbeitsbuch wird von Experten, unter Auftrag des Bundes, verfasst und basiert auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Eltern erhalten einmal im Jahr eine auf das Kindesalter angepasste Version per Post oder digital, welche das Kind durch die Phasen seines Lebens begleitet. Dies kann mit bereits bestehenden Angeboten wie z.B. dem Caregiver Toolkit von UNICEF oder dem Elternbrief von Pro Juventute kombiniert werden.

Begründung: Die ersten 1’000 Tage im Leben eines Kindes sind entscheidend für eine gesunde Entwicklung, v.a. im Bereich der psychischen Gesundheit.

Zielgruppe: Gemeinden, Organisation fĂĽr psychische Gesundheit, BAG